Schweriner Schloss
Verlag Verlagsdienstleistungen Beratung

MIT UNS EIN BUCH VERLEGEN


GRUNDSÄTZLICHES

Die Tätigkeit klassischer gewerblicher Buchverlage wird vor allem durch zwei Wesensmerkmale bestimmt (vereinfachte Darstellung):

1. Die Verlage organisieren die Herstellung von Büchern. Sie produzieren Bücher auf eigenes wirtschaftliches Risiko – auf der Grundlage von Manuskripten, die Autoren oder Autorengruppen zur Verfügung stellen. Die Autoren oder Autorengruppen werden für ihre Arbeiten in der Regel bezahlt; sie bekommen ein Honorar.

Die Refinanzierung der Herstellungskosten für das Buch ist nicht Sache des/der Autoren, sondern Sache des Verlages. Unter Umständen holt sich der Verlag Mitfinanzierer ins Boot, beispielsweise Sponsoren oder Anzeigenkunden; gegebenenfalls auch öffentliche Förderer. Letzteres geschieht auch oft – projektbezogen – durch Zusammenarbeit von Verlag und Autoren. Dann übernimmt meist eine Partei – oder auch ein Dritter – die Rolle des Herausgebers. Die unmittelbare Beteiligung des Autors am (wirtschaftlichen) Produktionsrisiko ist bei einem klassischen Verlag jedoch die Ausnahme.

2. Die Verlage organisieren den Vertrieb der Bücher – ebenfalls auf eigenes Risiko, aber auch zu eigenen Gunsten. Der Autor/die Autoren haben damit nichts zu tun.

 

Von diesen beiden Wesensmerkmalen abweichend ist das Selbstverständnis so genannter Zuschussverlage, bei denen es nicht die Ausnahme, sondern die Regel ist, dass sie von Autoren eine so genannte Druckkostenbeteiligung fordern. Grundsätzlich haben auch diese Verlage ihre Existenzberechtigung, arbeiten auch sie seriös. So ist eine Druckkostenbeteiligung angemessen und sinnvoll, wenn es sich um sehr spezielle, beispielsweise wissenschaftliche Werke handelt, die der Verlag auf den Markt bringen soll und deren Verkaufsaussichten nicht mit dem gewünschten wirtschaftlichen Ergebnis korrespondieren.

Leider ist es, insbesondere für unerfahrene Autoren, oft schwer zu erkennen, ob ein Verlag, der einen Zuschuss verlangt, eindeutig so ein Zuschussverlag ist oder aber doch eher ein so genannter Pseudoverlag, der mit der (vom Autor) geforderten Summe alle Kosten (und nicht nur einen Teil der Druckkosten), die bei der Herstellung des Buches anfallen, beglichen haben will. Meist soll dann mit der finanziellen Forderung an den Autor auch der Gewinn (für den Verlag), der beim traditionellen Verlag erst durch den Verkauf der Bücher zu erwarten wäre, gesichert werden.

Auch Pseudoverlage handeln in der Regel auf der Grundlage legaler juristischer Möglichkeiten. Sie sind insbesondere dann als seriös zu betrachten, wenn sie dem Autor klar und von vornherein mit offenen Karten begegnen. Sie heben sich in ihrem verlegerischen Verhalten jedoch deutlich von klassischen Buchverlagen (siehe oben) ab. Pseudoverlage meiden das eigene verlegerische Risiko; delegieren dieses an die Autoren oder andere. Der kommerzielle Buchhandel sieht die Zusammenarbeit mit Pseudoverlagen deshalb vornehmlich kritisch.

Unsere Vorstellung von verlegerischer Tätigkeit deckt sich mit den oben beschriebenen Wesensmerkmalen klassischer Verlage, d.h. nicht mit denen von Pseudoverlagen.

 

WAS KÖNNEN WIR GEMEINSAM TUN?

Für uns bedeutet „Spaß am Verlegen” auch „Interesse an den Inhalten”. Sollten Sie eine Idee oder gar ein fertiges Manuskript haben, hören bzw. schauen wir es uns gern an. Bitte kontaktieren Sie uns!

Überzeugt uns Ihre Idee oder Ihre Arbeit, beraten wir gemeinsam, ob und wie wir ein Buch daraus machen. „Wie”, das bedeutet: In welchen Schritten entstehen Manuskript und andere Vorlagen? Welche Fachkompetenz müssen wir gegebenenfalls mit ins Boot holen (Fotografen, Zeichner...)? Welches Format, welchen Umfang, welchen Einband soll das Werk haben? Wie hoch soll die Auflage sein?

Kommen wir zu dem Schluss, dass wir es gemeinsam anpacken wollen, schließen wir mit Ihnen einen Verlagsvertrag ab, der alles Weitere regelt.

 

FIRMEN- UND VEREINS-CHRONIKEN | IHR BAUTAGEBUCH | IHR EIGENES PROJEKT | IHRE PERSÖNLICHE LEBENSGESCHICHTE

Sollten Sie dennoch, ungeachtet unserer oben genannten Grundsätze mit unserer Unterstützung ein eigenes Buchprojekt verwirklichen wollen, sind wir gern als „reiner” Dienstleister Ihr Partner. Bitte beachten Sie, dass eine Finanzierung eines solchen Projektes, bzw. die Refinanzierung der Herstellungskosten unter Umständen nicht auf dem Wege des Verkaufs im klassischen Buchhandel erfolgen kann. Ein Vertrieb solcher Publikationen über den Buchhandel ist oft nur begrenzt; manchmal auch gar nicht möglich.

Sinn macht ein solcher Weg beispielsweise für Unternehmen, die Ihren Kunden, Geschäftspartnern und Mitarbeitern eine Unternehmenschronik (oder eine ähnliche Dokumentation) als Präsent übergeben möchten. Ähnliches gilt für Vereine und ihre Mitglieder usw.

Denkbar ist auch, ein Buch mit einer persönlichen Lebensgeschichte zu verfassen, das dann einem begrenzten Personen-/Leserkreis zur Verfügung gestellt wird; beispielsweise Freunden, Verwandten, Weggefährten, (früheren) Arbeitskollegen usw.

Wir klopfen gern die Möglichkeiten eines Vertriebs über den Buchhandel ab. Zugute kommen kann Ihnen dabei, dass wir bei den großen Buchzwischenhändlern gelistet sind. Wie groß die Aussichten sind, hängt am Ende natürlich vom Inhalt der Publikation und von der Ausstrahlung dieses Inhaltes ab.

 

WIR BERATEN SIE GERN IN SACHEN SELBST-|EIGENVERLAG

Kommt es zwischen Ihnen als Autor und uns zu keiner Vereinbarung; werden wir uns in keiner oben beschrieben Weise einig; verzichten wir also also auf eine Zusammenarbeit bei der Herausgabe Ihres Buches, stehen wir Ihnen trotzdem gern auch beratend zu Seite. Und zwar unentgeltlich (ohne einklagbare Garantien und in einem angemessenen, vertretbaren Umfang)!

Viele Bücher, die gewerbliche Verlage ablehnen, entstehen dennoch – und zwar meist im Selbst- bzw. Eigenverlag. Dabei organisieren Sie selbst die Herstellung und den Verkauf Ihres Werkes. Das ist in der Regel sehr mühsam, aber es kann funktionieren und auch Spaß machen – wenn Sie Mut, Ausdauer und das Geld für die Vorfinanzierung einbringen.

Wenn wir das Verlegen Ihres Werkes ablehnen, kann es dafür in der Regel nur drei Gründe geben: Entweder das Projekt übersteigt unsere Möglichkeiten. Oder wir sind nicht davon überzeugt, dass Ihr Buch ausreichend Käufer findet – wir glauben also nicht daran, dass es für uns und für Sie am Ende Sinn macht, das Buch zu produzieren. Oder aber wir lehnen es aus inhaltlichen Gründen ab.